Kinder in Freiburg und Umland brauchen Hilfe e.V.

Liebe Mitglieder, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer von KiFu,

wir blicken auf ein bewegtes Jahr 2020 zurück, in dem sich vieles, was uns vertraut und so selbstverständlich erschien, verändert hat. Unser gesellschaftliches Bewusstsein, das mitgedanklich immer programmiert war auf Fortschritt und Wachstum, wird durch die veränderten Lebensbedingungen einer Pandemie auf den Prüfstand gestellt. Viele ethische Fragen werden aufgeworfen, die das Potential haben, unsere zivile Bürgergesellschaft zu spalten. Wo es um die sofort gebotene Eindämmung einer nicht kalkulierbaren Lebensgefahr für viele Menschen geht, treten die Belange vieler schutzbedürftiger Kinder und Jugendlicher in der öffentlichen Debatte in den Hintergrund - so, wie wir es 2020 weltweit erlebt haben.

Wir haben uns die Frage gestellt, was wir als Verein in dieser die ganze Welt aus den Fugen bringenden Krise für die Kinder und Jugendlichen, für die wir die Stimme erheben wollen, regional tun können.

In der ersten Welle mussten wir unser groß angelegtes Projekt KiFu-Netzwerk notgedrungen auf Eis legen. Viele Projekte, die Sonnenscheinstunden für Kinder (Ausflüge, Reisen u.ä.) bereithielten, fielen dem Virus zum Opfer, das keine Grenzen kennt und landesweit Beschränkungen der Sozialkontakte vor allem im Freizeitbereich erforderte.

Dennoch sind wir trotz der schwierigen Umstände in engem Kontakt mit den von uns geförderten Einrichtungen geblieben, deren Wünsche nach alternativen Freizeitprojekten wir - dank des großartigen Spendenaufkommens auch in 2020 - großzügig unterstützen konnten. Ferner haben wir in der ersten Corona-Welle einen großen Aufruf über baden.fm gestartet und über unsere Homepage ein aktuelles Angebot von verlinkten Hilfsangeboten zur Verfügung gestellt. Der über sechs Wochen mehrmals täglich abgespielte Aufruf hat einen Beitrag dazu geleistet, für mehr Sensibilität bei Nachbarn, Freunden und Bekannten für die Not von Kindern und Jugendlichen zu sorgen. Diese waren von dem harten Lockdown mit Schließung von Kita und Schulen, Vereinen und Kontaktbeschränkungen bei gleichzeitigen fehlenden tragfähigen Familienstrukturen in besonderer Weise betroffen. Unsere Auswertung der Aufrufe unserer Homepage hat ergeben, dass durch den Radioaufruf die Zugriffe auf unsere Homepage in signifikantem Umfang zugenommen haben. Welche Kollateralschäden die Kontaktbeschränkungen mit der fehlenden sozialen Kontrolle durch Dritte für betroffene Kinder und Jugendliche verursacht haben, können wir derzeit allerdings nur erahnen bzw. befürchten. Die Nöte der Eltern, die von Kurzarbeit, Existenznöten und beengten Wohnverhältnissen zusätzlich gestresst wurden, dürften die Kontaktisolation für Kinder und Jugendlichen in vielen Fällen noch erheblich verschärft haben.

In der zweiten Welle haben wir einen interaktiven Jour fixe am 09.10.2020 mit Dr. Rüdiger Schilling durchgeführt zu dem Thema, wie es Straftätern durch vertrauensbildende Verhaltensweisen und scheinbar vertrauenswürdige Maßnahmen gelingt, Kinder und Jugendliche in ihre Sphäre zu ziehen und in eine Opferrolle zu bringen. Diesen Vortrag haben wir für Sie online gestellt, damit Sie die Gelegenheit haben, bei Interesse diesen und die anschließende Diskussion nachzuverfolgen.

Für Ihre großzügige Spendenbereitschaft auch in diesem Jahr bedanken wir uns bei Ihnen sehr herzlich. Jede Spende ist registriert und Anlass zur Freude, jeder Mitgliedsbeitrag unserer insgesamt rund 90 Mitglieder und Fördermitglieder hilft weiter und erlaubt es uns, Projekte auch über den Zeitraum mehrerer Jahre verlässlich zu unterstützen und auf diese Weise Planungssicherheit zu ermöglichen. Auch den Fördermitgliedern, die uns durch ihre guten Ideen und tatkräftige Unterstützung bereichert haben, möchten wir herzlich Dankeschön sagen für ihren Support, ohne den Social-Media-Auftritte und eine digitalisierte Mitgliederverwaltung uns gar nicht möglich erscheinen.

Wir versenden in diesem Jahr der Einfachheit halber nur Spendenbescheinigungen für Spenden von über 200 Euro. Bezogen auf alle anderen Spenden und Vereinsbeiträge genügt es, wenn Sie Ihrer Steuererklärung einen Kontoauszug beifügen. Ein besonderer Dank gilt unseren Großspendern in 2020: Anne und Oliver Rausch, der Pototschnik GmbH, Julia Pfizenmaiers Chor-Weihnachtsaktion, der IIC Handels-AG, Marianne Hayen-Fleig, dem Lions Club Emmendingen, Tilman und Lisa Veit, der JFB Bornhorst GmbH, der Kühn & Weyh Software GmbH sowie der Firma Beauty Car Fahrzeugpflege & Design (in chronologischer Reihenfolge). Danke, dass Sie uns bedacht haben und lassen Sie sich berichten von der Freude, die wir schenken dürfen, wenn wir Wünsche benachteiligter Kinder und Jugendlicher erfüllen können.

Folgende Projekte konnten wir in 2020 fördern: Wir haben das SOS-Kinderdorf in Sulzburg, das Raphaelhaus in Freiburg, die Tüllinger Höhe, das Timeout in Breitnau, die Michaelschule, das Christophorus-Jugendwerk und den Sozialkreis katholischer Frauen in Freiburg finanziell unterstützt, was in Freizeitprojekte wie Reiten, Theateraufführungen und die Anschaffung von Sandkästen, Fußballtoren und eine Tischtennisplatte floss. Alle diese Vereine betreuen Kinder aus dem Großraum Freiburg, Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald mit besonderer Empathie und Fachkunde.

Wie geht es mit KiFu in 2021 weiter?

Wir haben in unserer letzten beschließenden engeren Mitgliederversammlung am 07.12.2020 die weitere Ausrichtung des Vereins diskutiert. Ob wir in 2021 größere Präsenzver­anstaltungen durchführen können, wird sich erst im Laufe des Jahres herausstellen, wenn wir den weiteren Verlauf der Pandemie abschätzen können. Die Mittel aus dem bisherigen Spendenaufkommen wollen wir in 2021 so verwenden, dass wir weiter unsere evaluierten Projekte weiterfördern und auch eine Rücklage bilden, falls eine größere Spendenveranstaltung wieder möglich werden sollte. Viele Unterstützer aus Gastronomie und Gemeinden haben bereits ihre Mitwirkung zugesagt, dafür bereits vorab ein herzliches Dankeschön.

Ein Herzensprojekt für uns ist es aber, in 2021, sollte es die Pandemie zulassen, einen Hüttenaufenthalt im Schwarzwald für Kinder und Jugendliche aus der Region zu organisieren, für den wir eine weitere ordentliche Rücklage gebildet haben. Wir hoffen dabei, dass viele Fördermitglieder an der Gestaltung mitwirken können.

Im ersten Quartal 2021 planen wir ferner einen virtuellen Fördermitgliederabend, um weiter mit Ihnen im Gespräch bleiben zu können.

Angesichts der weltweiten Krise erscheint es uns immer wieder so, als ob alles, was wir tun können, zu wenig oder zu gering ist, und wir bestenfalls in Zweckoptimismus verfallen. Aber wenn wir zusammen handeln und so Freude und Glück zu Kindern und Jugendlichen tragen, die es nötig haben, können wir das tun, was jedem von uns möglich ist - und so die aus den Fugen geratene Welt für einen Moment vergessen und eine Kerze der Hoffnung anzünden, die strahlt und mithilft, die betroffenen Kinder und Jugendlichen besser durch die Krise zu bringen. Und der Funke der Hoffnung wird überspringen auf andere Menschen.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest, das dieses Mal so anders sein wird, dass Sie gesund bleiben und wir uns in 2021 wiedersehen und neu durchstarten können.

 

Im Namen des Vereins grüßt Sie herzlich

Ihre Dr. Birgitta Stückrath

Freiburg im April 2020

 Liebe Fördermitglieder und Unterstützerinnen und Unterstützer von KiFu,

wir wenden uns heute an Sie, damit wir auch in Zeiten der Corona-Krise, die derzeit unser aller Leben verändert, für Sie präsent und ansprechbar bleiben. Unser Anliegen, traumatisierte und belastete Kinder und Jugendliche durch Sonnenscheinstunden-Projekte zu unterstützen, muss derzeit angesichts der Kontaktbeschränkungen eine kleine Verschnaufpause einlegen. Die zahlreichen Projekte, die wir bislang angeschoben haben, werden aber, sofern noch nicht abgearbeitet, sobald wie möglich realisiert, wenn wieder unbeschwerte Kontakte möglich sein werden. Über unsere bislang erfolgten Projekte und Kontakte informieren wir Sie hier:    https://kifu-ev.de/Projekte/           

Hier gibt es Informationen zum KiFu-Netzwerk            

Viele Menschen sind in der Krise näher zusammengerückt, auch wir bei uns im Verein, auch wenn dies derzeit nur mittels Telefon- und Videokonferenzen oder in bilateralen Gesprächen möglich ist. Dieses Zusammenstehen gibt uns Mut und Kraft, das zu schultern, was in den kommenden Tagen und Wochen auf uns zukommen wird: die Sorge um liebe Menschen aus unserem Umfeld, wirtschaftliche Nöte vieler Unternehmer und Arbeitnehmer, die von den Beschränkungen in besonderer Weise betroffen sind, und soziale Gemengelagen, die gerade im Bereich häuslicher Gewalt und Kindeswohlgefährdungen unser aller Augenmerk benötigen.

 1)   Sorge um gefährdete Kinder und Jugendliche

Unsere derzeitige Sorge gilt besonders den Kindern und Jugendlichen, die durch die häusliche Isolation fern der Kitas, Kindergärten, Schulen und Vereine den teilweise bereits zuvor brüchigen familiären und sozialen Strukturen hilflos ausgeliefert sind, wenngleich die Jugendämter natürlich im Notfall erreichbar bleiben. Der soziale Druck nimmt noch dadurch zu, dass viele Familien um ihre wirtschaftliche Existenz bangen, bereits jetzt mit empfindlichen Einbußen ihres zur Verfügung stehenden Familieneinkommens zu kämpfen haben und die Angst vor der Zukunft den einen oder anderen in die Enge zu treiben scheint.

 Was können wir in diesen kontaktreduzierten Zeiten tun?

Wir können zunächst alle aufmerksam bleiben für das, was bei uns im sozialen nahen Umfeld geschieht. Wir können auch unsere Stimme in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion erheben und auf die Gefahren für gefährdete Kinder und Jugendliche hinweisen, deren Belange bei der Abwägung aller Risiken in jede solide Güterabwägung eingestellt werden müssen. Und wir können den Einrichtungen und Pflegeeltern, mit denen wir in der Vergangenheit bereits zusammengearbeitet haben, und all denjenigen, die mit uns noch zusammenarbeiten möchten, anbieten zu helfen und nachfragen, wie wir helfen können. Vielleicht ergibt sich dadurch ja die eine oder andere Möglichkeit, trotzdem ein paar Sonnenstrahlen zu schenken, auch wenn die Krise und deren Folgen uns über den Augenblick hinaus weiterhin beschäftigen wird und viele Freizeitprojekte in die weite Ferne gerückt sind. An Ostern haben wir selbstgestrickte Eierwärmer verteilt, auch wenn wir wissen, dass die Symbolkraft als Zeichen der Solidarität und des Sich-Kümmerns bei einer solchen Gabe im Vordergrund steht.

 2)   Wunsch, unseren Unterstützern in der Krise zu helfen

Neben die Sorge um gefährdete Kinder und Jugendliche tritt unser Wunsch, die Unterstützer unserer drei großen bisherigen Veranstaltungen in den Blick zu nehmen. Diese Veranstaltungen haben uns ein großes Spendenvolumen ermöglicht und mit Bestürzung müssen wir sehen, dass unsere großzügigen Unterstützer von den aktuellen Beschränkungen in erheblichem und zum Teil existenzbedrohlichem Umfang betroffen sind.

 Was können wir in diesen kontaktreduzierten Zeiten tun?

Wir können zwar nicht als Verein, aber jeder Einzelne von uns, denjenigen unserer Sponsoren und Unterstützer eine große Freude machen, die ihre Produkte online anbieten und versenden bzw. einen Take-away-Service eingerichtet haben. Um Sie einzuladen, unseren Unterstützern mit uns zu helfen, haben wir folgende Liste für Sie zusammengestellt, von der Sie gerne Gebrauch machen dürfen und sie auch gerne weiterleiten dürfen.

www.andreas-bieselin.com  Lieblingsweine aus Ettenheim im Onlineshop (ab 80 Euro Bestellwert außerhalb von Ettenheim)

www.rauschgbr.com      kreative Gourmetprodukte mit bundesweiter Versendung und Gutscheinaktion

www.obstkiste-freiburg.de  Obst- und Gemüsekörbe von GOF Freiburg (Georg Obermaier) und mehr sowie Gourmetprodukte von Anne und Olli Rausch, süße Gaumenfreuden von Marina Wiehl und Kaffeespezialitäten von der Kaffeerösterei Fredo (Gerhard Maier) aus Neuenburg (frei Haus in Freiburg und Umland).

www.merkles-restaurant.de  Take-away von Mittwoch bis Sonntag

www.adler-lahr.de  Take-away an allen Tagen ab 12 Euro


 3)   Fürsorge gegenüber unseren Fördermitgliedern, die zu Risikogruppen gehören

Wir hoffen, dass Sie und wir alle über eine robuste Gesundheit verfügen, die uns hilft, diese Krise in Etappen zu meistern. Wenn Sie aber zu einer Risikogruppe gehören und/oder sich derzeit unwohl bei dem Gedanken fühlen, Einkäufe inmitten vieler Menschen zu erledigen, wollen wir versuchen, einen Einkaufsservice für Sie zu organisieren bzw. Hinweise auf solche zu geben. Bitte melden Sie sich!

 Wir wünschen uns allen die Kraft, die kommenden Herausforderungen zu bestehen. Die gelebte Solidarität der letzten Tage und Wochen wird uns dabei tragen und leiten können, damit wir vielen anderen Menschen auch Mut machen können.

Es grüßt Sie herzlich

Ihre Dr. Birgitta Stückrath mit dem gesamten KiFu-Team

 
 
 
 
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